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Geschichte - 1948-1949

Ein Tag im Oktober – die Geschichte des Mühlauer Tischtennissports

Aller Anfang war schwer, damals im Oktober 1948. Der 2.Weltkrieg war gerade erst drei Jahre vorüber. Die Menschen hatten in dieser schweren Zeit wichtigere Dinge im Kopf, als den Tischtennissport. Sicher. Nicht nur in Mühlau war das so. Jedoch die Sehnsucht auf Geselligkeit, die Freude am Sport und der Wille, nach getaner Arbeit in gemeinsamer Runde etwas „auf die Beine zu stellen“, war durch die Wirren des Krieges nicht gebrochen worden. Die Gründung einer Sportgemeinschaft in Mühlau war also nur noch eine Frage der Zeit. Am 05.Oktober 1948 war es dann soweit. „Urvater“ des Tischtennissports in Mühlau war Fritz Bartow, der erste Spartenleiter der Sparte Tischtennis in der neuen SG Mühlau. Neben Heinz Fischer, Hans Anders, Herbert und Kurt Pester (Herbert ist noch heute im TTC aktiv) und Heinz Winkler (um nur einige wenige zu nennen) trafen sich viele Tischtennisfreunde zum Training im Vereinszimmer des Mühlauer Gasthofes „Zum Erbgericht“. Gespielt wurde auf zusammengeschobenen Kneipentischen nach einem improvisierten, abenteuerlich anmutenden „Ritze und Kante Prinzip“. An eine Turnhalle als Spiellokal, wie wir sie heute schon als „selbstverständlich“ kennen, war vorerst noch nicht zu denken. Und Sponsoren? Fehlanzeige! Woher auch. Wer hatte damals in den ersten Jahren nach dem Krieg schon einen Groschen für eine Sportgemeinschaft übrig? Jeder hatte mit sich selbst zu tun. Unter den TT Sportbegeisterten wurden Geldsammlungen durchgeführt, um wenigstens das Nötigste besorgen zu können. Ein Netz, Schläger aus zweiter Hand und ein paar Bälle. Mehr war nicht zu besorgen, denn Tischtennis war damals unter der Bevölkerung noch ziemlich unbekannt und die Versorgungslage mit Sportmaterial dramatisch schlecht. Ein schwieriges Unterfangen also! Raummiete hieß dann einige Zeit später das „Unwort“, das den Bruch mit dem „Erbgericht“ einleitete und einen Umzug in die „Linde“ zur Folge hatte. Auch jetzt fand das Training wieder in einer Gaststätte statt – heute der Gästeraum im ersten Stock. Die erste TT „Platte“ wurde angefertigt und von den Trainingsteilnehmern selbst bezahlt. Jetzt konnte, wenigstens im Groben einigermaßen regelgerecht Tischtennis gespielt werden. Anfang 1949 wurden weitere Tische - nunmehr regelgerechte - angefertigt und die Kosten natürlich wieder unter den TT-Spartenmitgliedern aufgeteilt. Und noch etwas geschah in jenem Jahr ´49. Der Umzug in die Turnhalle. Probleme gab es aber auch hier, z.B. mit der Beleuchtung. Dies wurde erst Anfang der achtziger Jahre zufriedenstellend gelöst. Trotzdem, jetzt hatten die Tischtennisspieler ein angemessenes Spiellokal, in dem nun auch Wettkämpfe ausgetragen werden konnten. Die Teilnehmerzahlen am Training erhöhten sich stetig.